| Mit dem Auto nach Weißrußland - Teil III |
| Die Rückfahrt |
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Gerüchte |
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Wenn die Zeit des Aufenthaltes langsam dem Ende zugeht, macht man sich so seine Gedanken, wie man die Rückreise angeht. Als Erstes gilt wieder: "Information, Information und nochmals Information." Also erst mal alle Leute fragen, die irgendwie in der letzten Zeit mit dem Auto, LKW oder Bus in Polen gewesen und über Brest ausgereist sind. Und deren einhellige Meinung war: "Vermeide Brest auf jeden Fall." Es könnte Wartezeiten bis zu zwei Tagen geben. Weiterhin Schutzgelderpressung, kannte ich ja von früher. Nun sind eben die Würfel für die Route über Litauen gefallen. |
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Die Rückfahrt von Mogilev nach Minsk |
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Der lang erwartete Regen für das Land kam gerade zu dem Zeitpunkt, als wir die Rückreise antraten. Zwischen Mogilev und Minsk gab es kurze trockene Abschnitte aber in Minsk hat es aus allen Kannen geschüttet. Dies hat die Orientierung nicht gerade erleichtert und wir haben uns erst mal fürchterlich in der Stadt verfranst. Zumal ich das letzte mal irgendwann Ende der Achtziger in Minsk gewesen bin. Es gibt nämlich keine Vorwegweiser, wie hierzulande üblich. So haben wir uns durchgefragt und trafen glücklicherweise auf eine Autobahn. Das war schon die Richtige, aber mein GPS wie auch die Hinweisschilder zeigten, daß wir eigentlich in die Gegenrichtung fahren müßten. Gut, die nächste Ausfahrt raus und in die Gegenrichtung.
Hinweis falls man wirklich mal in Minsk den Faden verloren hat und zu einer Autobahn muß:
Der Autobahnring um Minsk ist die M9 und wird Zug um Zug vervollständigt bzw. vierspurig ausgebaut. Mittendrin sind einige Baustellen.
Die M2 führt ca. 16 km erst in nord-östlicher Richtung zum Internationalen Flughafen und ist dann weiterführend ca. 10 km in Richtung Südost an die M1 (E30) angebunden (Da hätte ich auch früher dran denken können und wäre gleich über den Flughafen gefahren).
Die M3 geht in Richtung Nord-West-Nord Richtung Gebietsgrenze Vitebsk um dann in Vitebsk zu enden.
Die M4 ist "unsere" Strecke nach Mogilev in östlicher Richtung. Sie geht durch die Stadt und führt dann südlich von Mogilev in nördlicher Richtung zur M8 (E95) Richtung Orscha/Vitebsk bzw. in südlicher Richtung nach Gomel.
Die M5 (E28/E271) zweigt nach dem Kreuz von der M1 (E30) nach ca. 2 km von der M4 ab und führt südöstlich in Richtung Bobrujsk.
Südlich von Minsk führen die P23 in südlicher bzw. P52 in südwestlicher Richtung von der M9 zur M1 (E30).
Die M6 geht gemeinsam mit der M7 (E28/E271) in nordwestliche Richtung nach Litauen, wobei die M6 nach ca. 50 km von der M7 (E28/E271) in Richtung Grodno abzweigt.
Schließlich sind wir nur noch auf der M7 (E28/E271) Richtung litauische Grenze.
Die M7 führt durch eine schöne hügelige waldreiche Landschaft und es scheint rund um die Piste menschenleer. Der Verkehr hat sich, eigentlich ungewöhnlich für einen Freitag, auf ein Auto/LKW alle 10 bis 15 Minuten eingepegelt. Die Straße ist streckenweise in gutem bis hervorragendem Zustand (für weißrussische Verhältnisse).
Warnschilder, die auf Querrinnen hinweisen, sollte man genau befolgen. Einmal hat so ca. 1 m Asphalt gefehlt. Das Loch war 30 cm tief. Meine einzige Vollbremsung seit langem. Ich hätte es fotografiert, wenn es nicht so geschüttet hätte. Größere Städte an der Strecke gibt es kaum. Molodetschno liegt schon etwas abseits und Asmjany ist schon kurz vor der Grenze.
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Kamennyi Log |
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Der Übergang ist klein und schnuckelig auf ganz modern gemacht, wobei der litauische Posten etwas edler wirkt. Er ist für LKW, Pkw und Fußgänger zugelassen. Hier gibt es wieder die üblichen kleinen Kioske, wo man allerlei Kohle löhnen muß. Hier nur zwei Beispiele: |
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Irgendeine Steuer. Ob es nun Kfz-Steuer oder was auch immer ist, kann ich nicht erschließen. Damalige Kosten: 21.495 BYR = ca. 9,20 € |
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So eine Frechheit! Heißt es doch dort: "Zu Bezahlen für die Benutzung der Straßen der Republik Belarus" Kosten: US-$ 20.- Zum Vergrößern bitte anklicken. |
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Wir waren also gegen 13 und 14 Uhr mittags dort. Die Abfertigung war unkompliziert. Es ging alles professionell und ohne Hektik ab. Die weißrussischen Beamten waren freundlich und sehr zuvorkommend. Ebenso waren wir von der Freundlichkeit der Litauer angetan. Ich denke, wenn man ein paar mal über den Übergang gefahren ist, geht alles etwas unkomplizierter ab. |
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Die auf litauischer Seite abzuschließende Kaskoversicherung. Dies ist die Transitversion. Ob man damit auch mehrmals einreisen kann, weiß ich nicht. Kosten: 39.50 LTL = ca. 11,44 €
Seit dem 15.10.2003 gilt die grüne Versicherungskarte. Diese muß das Landeskürzel LT enthalten. Handschriftliche Eintragungen sind nicht zulässig. Dadurch entfällt diese bisherige Pflichtversicherung Siehe auch: Hinweise des Auswärtigen Amts
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Laut dem Versicherungsnachweis wäre es 15:40 Uhr gewesen, als ich diesen abgeschlossen habe. Also haben wir trotzdem fast zwei Stunden für die Grenze benötigt. Ich denke, eine bessere Information für Reisende auf weißrussischer Seite, hätte das Ganze beschleunigt. Noch ein Hinweis zu den Bestimmungen in Litauen. Benzin in Reservekanistern darf nicht eingeführt werden. Ein Feuerlöscher muß unbedingt mitgeführt werden. Die Polizei ist an den Hauptstrecken sehr präsent. Uns hat aber in Litauen niemand angehalten. |
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Litauen |
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Es war das erste Mal, daß wir nach Litauen fuhren. Ein bischen Spannung von dem was uns hier erwartete, war schon vorhanden. Da wir aber diesmal nur im Transit durch Litauen gefahren sind, kann man nur wenig Angaben zum Land machen. Leider sind die folgenden Fotos ein wenig dunkel geraten. |
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Kurz nach der weißrussisch-litauischen Grenze in Richtung Vilnius |
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In Vilnius I |
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In Vilnius II |
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In Vilnius III |
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Leider war es wegen dem schlechten Wetter nach Vilnius bereits zu dunkel und es hat andauernd geregnet, um weitere Fotos zu machen. Ab Vilnius haben wir nicht die Route über Kaunas gewählt, sondern sind auf der A16 (E28) westlich in Richtung Priena/Marijampole gefahren. Kurz nach Vilnius gibt es herrliche Wälder und Seen. Natur pur. Wir haben uns schon überlegt, ob wir hier nicht mal Urlaub machen sollten. |
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Gegen 17:30 Uhr waren wir an der litauisch-polnischen Grenze. Leider mußten wir dort einen Zwangshalt einnehmen. Beiderseits wurden anscheinend die Zollhöfe für LKW geleert. Hunderte von LKW wurden an den Pkw vorbeigeschleust. Das hat wohl ungefähr eine Stunde gedauert. Laut GPS sind wir um ca. 19:15 Uhr weitergekommen. |
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Ostpreußen |
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Nach der Grenze fährt man normalerweise auf der E67 über Suwalki nach Augustow, dann über Grajewo, Lomza um in Ostrow Mazowiecka wieder auf die E67 nach Warschau zu kommen. Da wir ja inzwischen abschätzen konnten, wann wir wieder zu Hause sein würden und es noch für ca. 2,5 Stunden hell sein würde nahmen wir eine Route über Ostpreußen mit den Masuren. Immer der Nase nach. Man wird schon wieder irgendwo rauskommen. So fuhren wir ab Suwalki über Olecko (Treuburg), Gizycko (Lötzen), Mragowo (Sensburg) nach Olsztyn (Allenstein) durch die herrliche masurische Landschaft.
Ab Allenstein war es dann dunkel und es ging weiter über Ostroda (Osterode), Ilawa (Deutsch-Eylau), Grudziadz (Graudenz), Bydgoszcz (Bromberg), Znin, Gniezno (Gnesen) nach Posen. Ab Posen fuhren wir dann wieder die alte Strecke Richtung deutsch-polnische Grenze, die wir gegen 5 Uhr erreichten. Gegen 10 Uhr waren wir dann zu wieder Hause. |
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