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Mit dem Auto nach Weißrußland - Teil II
Der Aufenthalt

Gebietskarte

  Inhalt

Die Stadt Mogilev
Unterkunft
Bürokratie
Was macht man so?
 



 
  Die Stadt Mogilev  
  Im 13. Jhdt. bestand auf dem heutigen Stadtgebiet eine Festung die vermutlich von den Mongolen zerstört wurde. Erst Ende des 14. Jhdts. wird der Ort in einer Schrift erwähnt. 1561 erhielt Mogilev Stadtrecht. Im 16. Jhdt. war das Gebiet oft Austragungsort kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Stadt war von Juli 1941 bis Juli 1944 von deutschen Truppen besetzt. Während dieser Zeit sollen ca. 70.000 Menschen den Tod gefunden haben. Andere Quellen bestätigen dies, wie auch gewisse Zahlen für das Gebiet Brest/Pinsk, nicht. Heute hat Mogilev 361.000 Einwohner.
Auffallend, wohl für die ganze ehemalige Sowjetunion und Osteuropa, ist der klaffende Unterschied zwischen arm und reich. Ich werde keine Kommentare über die momentane Administration der Republik Belarus abgeben.
 
 
  Unterkunft  
  Diesmal haben wir dem Komfort der Dreiraumwohnung der Schwiegermutter abgeschworen und sind in das Haus der Schwägerin gezogen. Da der Anschluß an die Kanalisation noch fehlt, mußte man mit der Außentoilette vorlieb nehmen. Dafür hatten wir eine frisch gebaute finnische Sauna. Hat auch nicht jeder!  
 
  Haus  
  Unterkunft (die Sauna steht rechts hinter dem Auto)  
 
  Donna - die Aufpasserin  
  Donna - die Aufpasserin mit 65 kg Lebendgewicht  
 
 
  Bürokratie  
  Manchmal sind Reisegruppen zu beneiden. Für sowas, wie die Meldung bei den örtlichen Behörden, brauchen sie keinen Finger krumm zu machen. Als "Individualreisende" hatten wir die leidensvolle Aufgabe uns beim ROWD "Kreisbüro für innere Angelegenheiten, Abteilung Paßwesen" anzumelden. Ohne diesen Paßeintrag gäbe es nämlich Schwierigkeiten bei der Ausreise. Da ich gewisse Erfahrungen mit russischen Behörden habe, rechnete ich mit ca. 2,5 Stunden bis alles erledigt ist.

Sichtvermerk ROWD

Weit gefehlt! Alles in allem haben wir ca. 5 Stunden dafür gebraucht. Warum? Also sind wir zu christlicher Zeit um 8:30 Uhr Richtung Mogiljow gestartet. Es sind ja nur 15 Minuten zu fahren. Dort haben wir erst mal 2 Stunden gebraucht, um zur Verantwortlichen zu kommen. Meine einladende Schwägerin muß nun noch Formular 4711 ausfüllen. Die Beamtin stellt uns dann noch einen Gebührenschein aus, welche in der Kasse zu begleichen ist. Mit Kasse ist aber die Sparkasse Nr. 0815 in dieser Straße und dieser Schalter gemeint. Eine andere Sparkasse wird nicht akzeptiert! Gut - fahren wir halt zur Sparkasse, die ja nur ca. 2 km entfernt liegt. Natürlich sind wir dort nicht die Einzigen. Das kostet nun wieder eine halbe Stunde. Zurück am Paßamt - Mittagspause. Nach weiteren 2,5 Stunden hatten wir die begehrten Stempel im Paß.
 
 
 
  Was macht man so?  
  Besuche, Besuche und wieder Besuche.
Wir wurden von überall eingeladen. Fast jeden Tag eine andere Festivität, denn die Verwandtschaft ist riesig. Aber das ist normal, wenn man sich so lange nicht gesehen hat.
 
 
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Stand: 06.07.2008   © 1997-2008 - Uwe Stöckert (Nürnberg/Deutschland)
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